Donnerstag, 10. August 2017

Uns geht's prima...

Unter dem Titel "Gerechtigkeit - Alles eine Frage der Wahrnehmung" hat das Institut der deutschen Wirtschaft (Köln) die Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, die es zusammen mit Allbus durchführte. Verkauft wird einem die Studie als repräsentative Studie: 3.490 Personen wurden befragt. Es ist natürlich klar, wohin der Hase läuft: Deutschland wird gerechter empfunden, immer mehr Bürger (sic!) sind mit ihrem Lebensstandard zufrieden usw.

Spontan musste ich dann an einen Song der Ärzte denken.


Sonntag, 6. August 2017

Aufarbeitung der Nachwendezeit?

In der FAZ ist gerade ein sehr interessanter Beitrag zur Nachwendezeit publiziert worden: "Vom Ende der Sprachlosigkeit". Ich will dazu nicht übermäßig viel schreiben, weil der Text insgesamt doch recht lesenswert ist - insbesondere für jene, die nicht im Osten groß geworden sind.

Dienstag, 1. August 2017

Populismus für Anfänger

Walter Ötsch und Nina Horaczek haben ein Buch verfasst unter dem Titel "Populismus für Anfänger". Wer Walter Ötsch nicht kennt: Er hatte ein viel beachtetes Buch über die demagogischen Strategien des FPÖ-Manns Jörg Haider geschrieben (Haider light). Nun also ein Buch, das sich generell den demagogischen Strömungen unserer Zeit widmet. Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen. Aber auf Telepolis gibt es ein langes Interview mit Ötsch, das einen Einblick gewährt darüber, um was es in dem Buch geht. Und ich kann das Interview nur wärmstens empfehlen: Demagogen: "Alle sprechen vom 'Volk', das von 'der Elite' unterdrückt wird" (Telepolis, vom 01.08.2017|Druckversion).

Sonntag, 16. Juli 2017

G20 oder 1910 reloaded

Angesichts zunehmender Vorwürfe gegenüber dem Verhalten insb. der Polizei beim G20-Gipfel-Treffen in Hamburg gab Bürgermeister Olaf Scholz von der SPD bekanntlich zu Protokoll:

"Polizeigewalt hat es nicht gegeben, das ist eine Denunziation, die ich entschieden zurückweise." (NDR vom 14.07.2017, 18:01 Uhr)
Wie dreist diese Behauptung ist und welches Geistes Kind damit zum Ausdruck kommt, davon kann sich jeder und jede auf folgender Seite überzeugen: https://g20-doku.org/ .

Dazu passend ein Bild von Thomas Theodor Heine (1867-1948), das den Titel der Satire-Zeitschrift Simplicissimus vom 28.03.1910 (Jg. 14, Nr. 52) zierte: Durchs dunkelste Deutschland, Nach der Demonstration




Freitag, 14. Juli 2017

Linksdiffamierung

Bereits im Vorfeld und dann auch am Ende des G20-Treffens war seitens Medien und Politik eine Haltung zu erleben, die in der Tendenz den G20-Protesten gegenüber negativ eingestellt war. Was nun seit dem Ende des G20-Treffens in dieser Woche geschah, diese Hetze gegen „Links“ und diese vehemente Leugnung und Verklärung von missbräuchlicher Staatsgewalt, das hätte ich in diesem Ausmaß nicht erwartet.